Schulden machen frei

Die Idee eines anderen Geldsystemes.

Man stelle sich viele lokale und autonome Produktionsstätten vor. Wenn ich ein Produkt erwerbe von einem dieser Produzenten, so erwerbe ich einen Schuldschein von diesem Produzenten, der eine Arbeitszeit-Schuld angibt, die dieser für das Produkt verlangt. Diese Arbeitszeit muss ich nun bei ihm ableisten.
Ich kann aber auch zu jemandem gehen, der mir Arbeit anbietet und den Arbeitszeit-Schuldschein der ersten Firma akzeptiert. Er muss dann zusehen, dass er die verlangte Arbeit aufbringt.
Das Geld repräsentiert eine Schuld, im Gegensatz zum positiven Guthaben des derzeit üblichen Zahlungsmittels. Man wird bestrebt sein, sowenig wie möglich von dieser Arbeitszeitschuld zu besitzen. Wenn man sich vor Augen hält, dass ein moderner Bauer in Deutschland mit seiner Arbeitsleistung Nahrung für 133 Menschen produziert (http://www.landvolk.net/Presseservice/LPD-Meldungen/2009/12/0951/Produktion.php), so müssten dann 133 Menschen 22 Stunden im Jahr Arbeiten, um sich ihre Nahrung zu sichern.